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10 Tipps zum Bewältigen einer emotionalen Krise

Hast Du Dich schon einmal in einer emotionalen Krise befunden? Ich meine so eine richtige. In der Du auf die Probe gestellt wirst mit all Deinen Werten und sonstigen Herangehensweisen? In der Du verzweifelst und Dir keinen Rat mehr weißt, in der die Gefühle hochkommen wie Hilflosigkeit, Wut, Angst, Ärger und Aggression?

Wenn nicht, kannst Du in diesem Artikel trotzdem etwas mitnehmen und vielleicht in Zukunft etwas davon umsetzen.

Wenn ja, dann kannst Du mir sicher nachempfinden, was meine Familie und ich durchlebt haben und auch jetzt noch ab und zu durchleben.

Wie sieht meine Krise aus?

Mein kleiner Sohn (gerade 7 Jahre alt) durchlebt bis vor ein paar Wochen eine schwierige Zeit, nachdem wir ein halbes Jahr mit Homeschooling (Er geht in die erste Klasse.) und geteilten Unterricht über die Bühne gebracht haben, war wieder Präsenzunterricht mit allem, was dazu gehört, angesagt. Kompletter Unterricht mit der kompletten Klasse und allen Schülern der Schule im Pausenhof, mit Maske im Unterricht und trotzdem einigen Einschränkungen. Damit kam er nicht klar, es war zu viel, zu laut, zu intensiv. Was noch erschwerend dazu kam, ist daß seine Lehrerin leider nicht empathisch und liebevoll ist, wie Erstklassenlehrerinnen meiner Meinung nach sein sollten. Mein Kleiner hat seinen Halt, seine Sicherheit und Erdung verloren, was sich nun darin äußerte, das seine Angst vor Regen und Gewitter wieder da war und er sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte, in die Schule zu gehen. Ich will jetzt gar nicht auf jedes kleinste Detail eingehen, darum geht es gar nicht. Auf jeden Fall stellte uns das als Familie und jeden einzeln ziemlich auf die Probe.
Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, was hilft meinem Sohn und v. a. was hilft mir und uns, das un­beschadet zu überstehen. Das möchte ich hier nun gern mit Dir teilen, denn egal in welcher Krise Du steckst, oder irgendwann mal stecken wirst, Du sollst es unbeschadet überstehen und gestärkt daraus hervorgehen. Jede Krise oder schwierige Phase bedeutet auch einen Neuanfang.

Was bedeutet eigentlich Krise?

Jeder definiert eine Krise anders. Für mich ist eine Krise, eine Zeit, in der die Leichtigkeit und Freude verloren gehen und die Sorgen und Ängste überhand nehmen. Die Nerven liegen blank und Traurigkeit und Wut überwältigen dich. Wenn dann noch Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit dazu kommen, ist es höchste Eisenbahn, etwas zu ändern.

Laut Wikipedia ist eine Krise ein Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen oder sozialen System, dem eine massive und problematische Funktions störung über einen gewissen Zeitraum vorausging und der eher kürzer als länger andauert.

Wie wir unsere (kleine) Krise überwunden bzw. gemeistert haben, erzähle ich Dir in diesem Artikel. Vielleicht kannst Du etwas für Dich mitnehmen.

Falls Du auch noch Tipps hast, die Dir in schweren Phasen helfen, schicke sie mir gern in einer Nachricht! Das interessiert mich sehr.

1. Such Dir Hilfe

Wenn man erst einmal in einer Krise drin steckt, sieht man meistens keinen Ausweg. Ich fühlte mich allein und hilflos. Dank meiner tollen Community und den großartigen Menschen um mich herum, wurden mir Hilfe und Auswege angeboten. Ich suchte unsere Kinesiologin des Vertrauens Diana Kinniger auf, die uns wirklich wieder so sehr geholfen hat. Sie kann ich jedem ans Herz legen, der Probleme hat. Sie hat uns schon öfter geholfen.

Außerdem wurde mir Martina Neumann-Ploschenz empfohlen, ein Coach gegen Lernunlust und für Linkshänder. Mit Martina hat mein Kleiner zwei wunderbare Gespräche (sogar online) geführt, wonach er viel Energie und neue Ideen hatte. Ausserdem hat Martina sein Schulproblem quasi ausradiert und neue Methoden entwickelt, wie er mit Freude in den Schulstart startet.

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2. Nimm Dir bewusste Auszeiten!

Inmitten einer Krise ist irgendwie alles zu viel, so ging es mir auch. Meine Nerven waren bis aufs Äußere gespannt, ich habe viel geweint und nebenher versucht, den Alltag irgendwie am Laufen zu halten. Was mir geholfen hat, nicht durchzudrehen, waren meine regelmäßigen Sport einheiten und die Treffen mit meinen Herzensmenschen. Sie brachten mich dazu, mal durchzuatmen und neue Energie zu sammeln. Ein anderer Blick auf das Problem trägt auch dazu bei, Lösungen zu finden, dort, wo Du allein vielleicht keine siehst.

3. Tue Dir etwas Gutes!

Das steht natürlich eng zusammen mit Nr. 2. Zwischen all der Suche nach Lösungen und Leichtigkeit darfst Du Dich selbst nicht vergessen! Lege
einfach mal einen Beautytag ein oder geh mit einer Freundin shoppen
oder etwas essen! Das hast Du Dir verdient, auch wenn es in Deinem Leben gerade nicht so einfach ist! Das ist für Deinen
Selbstwert enorm wichtig. Zeige Dir selbst, dass Du gut bist, wie Du
bist und gönne Dir etwas! Nur so bleibst Du am Ball.

4. Achte auf Deine Ernährung und genügend Schlaf!

Eine Krise, egal welcher Art, ist nervenauf­reibend und oft auch schlafraubend, denn Dein Gedankenkarussell dreht sich unentwegt. Achte deshalb auf gesunde Ernährung! Nur das hält Dich auf Dauer fit und lässt Dich durchhalten. Auch wenn es manchmal verlockend ist, zur Schokolade zu greifen und ein Glas Sekt oder Wein am Abend Dein Wohlbefinden (scheinbar) steigert. Auf Dauer ist es keine Lösung. Im Gegenteil, es entzieht dem Körper Kraft und wertvolle Reserven. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, frisches Obst und Gemüse und ausreichend Wasser sind perfekt für starke Nerven. Schlafe ausreichend! Ausgeschlafen geht alles etwas besser als übernächtigt.
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5. Behalte das Ziel im Blick!

Was ist Dein oberstes Ziel in dieser Krise? Was möchtest Du gern wieder haben und was erreichen? Nimm Dir dabei nicht zu viel vor! Wir Menschen neigen oft dazu, zu viel auf einmal zu wollen. Doch meistens sind wir mit weniger zufrieden. Für meine Krise hat es mir gereicht, daß mein Sohn nicht mehr mit Angst in die Schule geht. Am liebsten wäre mir noch gewesen, das er alleine Hausaufgaben erledigt, ohne Drama ins Bett geht und allein draußen spielt. Aber wenn Du Dir zu viel vornimmst, ist der Frust vorprogrammiert. Grosse Veränderungen sind Prozesse in vielen kleinen Schritten. Es wird nicht alles sofort funktionieren.

6. Bleib geduldig!

Alles braucht seine Zeit. Keine Veränderung klappt von heute auf morgen.

7. Freue Dich auch über die kleinen Erfolge!

Das große Ziel nicht aus den Augen verlierend darfst Du die kleinen Schritte bzw. Erfolge bitte nicht übersehen! Es gibt in jedem Prozeß kleine Erfolge, kleine Dinge, die schon gut funktionieren. Halte sie am besten fest indem Du sie aufschreibst, um Dir alles vor Augen zu führen. In der schlimmsten Phase hat es unser Kleiner „nur“ bis vor die Schule geschafft bevor er in Tränen und Panik ausgebrochen ist. Auf den ersten Blick war das für mich eine Niederlage. Wieder nicht in die Schule gegangen.  Auf den zweiten Blick ein kleiner Erfolg, denn er hat es versucht. Er hätte ja auch schon daheim streiken können. Das hatten wir auch schon. Schau genau hin! Es gibt immer kleine Erfolge. Konzentriere Dich auf das Positive!

8. Sprich über Dein Problem!

Ich habe lange überlegt, ob ich über mein bzw. unser Problem spreche, da es mir irgendwie unangenehm war und ich mir vorkam als hätte ich Schuld an dem ganzen und hätte alles falsch gemacht. Aber nachdem ich darüber gesprochen habe, kamen auch andere Eltern bzw. Leidtragende und haben ir erzählt, dass es Ihnen genauso oder ähnlich geht. Das hat mir das Gefühl gegeben, nicht alleine zu sein. Außerdem haben viele Menschen mir ihre Hilfe angeboten und das hat es erträglicher für mich gemacht.

9. Lass Deine Gefühle zu!

Egal ob Du weinen musst oder wütend bist, lass es zu! Tränen sind befreiend und Detox für die Seele. Alles in sich hineinfressen macht alles nur noch schlimmer. Wenn Du schreien mußt, dann schrei! Zur Not in ein Kissen. Mir hilft auch, es alles mal abzuschütteln, beim Tanzen zu lauter Musik. Oder laufe es einfach weg! Da komme ich gleich zum letzten Punkt:
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10. Verlasse die "Problemzone"!

Verlasse einfach mal den Ort des Geschehens. Bei uns war die Situation zu Hause oft sehr angespannt. Dort, wo wir die meiste Zeit verbringen. Deshalb bin ich ab und zu, wenn wir alles zu viel war und die Luft zu dick, einfach eine Runde rausgegangen. Ich habe sozusagen die Problemzone ver­lassen. Das hat mir unheimlich gut getan. Einfach mal raus, den Kopf lüften, wieder frei atmen.
Ganz egal ob Du in einer Krise steckst oder irgendwann mal in einer stecken wirst, es gibt immer einen Weg hinaus! Denk immer daran: Alles ist ein Prozess. Mal dauert er kürzer und mal länger. Verliere nicht den Optimismus und die Geduld! Du hast es selbst in der Hand. Ein paar kleine Veränderungen werden Dir helfen, die Perspektive zu wechseln oder durchzuatmen und Kraft zu tanken.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar gute Tipps an die Hand geben. Am Ende entscheidest Du ganz allein, was Dir hilft.

War hier etwas für Dich dabei? Oder hilft Dir etwas ganz anderes in schweren Zeiten? Erzähle es mir doch gern in den Kommentaren! Vielleicht kann ich meine Liste ja noch erweitern? Ich freue mich, von Dir zu hören bzw. zu lesen.

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